Am nördlichem Ausgang des Zittauer Beckens liegt Hirschfelde, ein kleines Städtchen ohne Stadtrecht. Von den Hochebenen über der Neißeaue blickt man hinunter auf das dicht gedrängte Mosaik der Dächer, die spätgotische, zweischiffige Kirche (1469), über die Neiße nach dem polnischem Turow mit dem Kraftwerk und den gewaltigen Kühltürmen hin zu dem Kranz der Berge am Horizont, von der Tafelfichte (Smrk, 2440m) über den Jeschken (Jested, 1012m) bis zum Zittauer Gebirge mit Hochwald und Lausche (792m).
Hirschfelde ist eine Gründung der Johanniter um 1300, wurde aber 1570 an die Stadt Zittau verkauft. Im 20. Jahrhundert gab es mit einem Großkraftwerk, Elektrochemie und der Flachsspinnerei einen steilen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Industrie ist mit der Wende 1990 bis auf einen Chemiebetrieb (Fitwerke) verschwunden, allein ein Industriemuseum erinnert an die große Vergangenheit.
Hirschfelde erleben wir jetzt mit schmalen Gassen, der hohen Kirche und den
überraschend weiten, großen Marktplatz mit den interessanten Vorlauben-
häusern. In dem Städtchen bilden dicht gedrängte Umgebindehäuser malerische Ensemble. Radwanderwege führen in die reizvollen Täler im Norden (Kloster Marienthal) oder in das weite Land um Zittau. Die Kreisstadt Zittau mit den beiden Grenzübergängen liegt 6 km entfernt. Hirschfelde einschließlich dem Ortsteil Rosenthal hat 1900 Einwohner.
Mehr Informationen unter:
www.hirschfelde.de/Hirschfelde/hist_gr.htm