Gemeinsam für die Erhaltung der Umgebindehäuser
Im Jahr 2006 kam erstmals der Gedanke auf, das viele Jahre leer stehende Pfarrhaus in Hirschfelde in eine einfache Pilgerherberge umzuwidmen. Anlass war die Ausweisung des Zittauer Jakobswegs, der im Netz der europäischen Jakobswege die Lücke zwischen Görlitz und Prag schließt. An diesem Zittauer Jakobsweg liegt das alte Pfarrhaus, das zugleich aufgrund seiner besonderen Umgebindebauweise als Denkmal unter Schutz steht.
Schon bald darauf taten sich engagierte Leute aus Hirschfelde und Umgebung zusammen, um die Idee in die Praxis umzusetzen. Zunächst wandten sie sich an den damaligen Landkreis Löbau-Zittau, um Möglichkeiten der Unterstützung zu erfahren. In der Folge kam es zu einer Kooperation, bei der sich zwei Absichten trafen: Die Hirschfelder wollten eine Pilgerherberge einrichten, und der Landkreis wollte gemeinsam mit dem Kraj Liberec das Thema „Umgebindehäuser“ befördern. Daraus entwickelte sich die Idee, die Dinge im Rahmen eines Ziel-3-Projektes gemeinsam anzugehen. Leadpartner wurde der Landkreis Görlitz, Projektpartner der Kraj Liberec und die Akteure um das Pilgerhäusl, die dafür inzwischen einen gemeinnützigen Verein gegründet haben, den Pilgerhäusl e.V. Hauptgegenstand sollte die modellhafte Sanierung des Umgebindehauses sein, die zwei Aufgaben erfüllt. Erstens die Möglichkeit der praxisorientierten Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit für die fachgerechte Erhaltung der Umgebindehäuser. Und zweitens die spätere Möglichkeit, dieses sanierte Haus als Pilgerherberge zu nutzen. Am 4. Mai 2010 wurde der Förderantrag bewilligt. Offizieller Projektbeginn ist der 1. Juli 2010.